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Trinity Agenten-Oekosystem

Status: technisches Bestandsdokument. Die aktuelle Restereihenfolge und die verbindlichen Profil-/Vault-Regeln stehen in IMPLEMENTIERUNGSPLAN_TRINITY.md und PHASE_1_PROFILE_ARCHITECTURE.md.

Dieses Dokument beschreibt den technischen Entwicklungsstand der neuen dreigeteilten Agentenkiste. Es ergaenzt Onboarding: Dort steht die Einrichtung, hier stehen Architektur, Sicherheitsgrenzen und die offenen vNext-Phasen.

Bereits implementiertes Fundament

Baustein Status Verhalten
Shared / Personal / Staging implementiert Verzeichnisse unter skills/ und eine Registry mit Manifest-Validierung.
Legacy-Adapter implementiert Bestehende agents/*/script.py bleiben aktiv und unveraendert nutzbar.
Staging-Schutz implementiert Staging-Skills werden nie automatisch geladen oder aktiviert.
Promotion implementiert Erfordert Manifest, vorhandene Tests, Erzeugungsjob und eine einmalig nutzbare activate_skill-Freigabe.
Job Manager implementiert Nicht-triviale Auftraege erhalten persistente Schritte, Status, Quality Gates und Abschlussberichte in memory/jobs.sqlite3.
Approval Manager implementiert Lokale, zeitlich begrenzte Freigaben; Eltern-Freigaben koennen eng begrenzte Kind-Aktionen erlauben.
Policy Engine implementiert Paketinstallation und unbekannte Systemaktionen sind standardmaessig blockiert; Versand, Loeschung, Upload, Publikation und Skill-Aktivierung verlangen Freigabe.
Task Orchestrator implementiert Codex-, OpenCode-, Agent-Forge- und umfangreiche Auftraege bekommen vor dem Start einen Plan und Job.
Harness-Routing implementiert Einstellungen -> Harnesses buendelt Trinity, Codex, Pi und OpenCode mit Rollen fuer Agentenbuilder, komplexe Faelle und Agenten-Ausfuehrung plus Agenten-Matrix.
Grafischer Agentenkatalog implementiert Einstellungen -> Agenten zeigt Trinity, Agentenbuilder, Shared/Personal/Staging- und Legacy-Agenten samt Reifegrad, Runtime-Status, Rechten, Pfaden, Freigaben, Lauf-/Parallelitaetslimits und Jobzahlen.
CLI implementiert trinity skills, trinity jobs und trinity approvals machen Status und Freigaben kontrollierbar.

Mehrere voneinander getrennte Projektordner

Ja: Codex und OpenCode akzeptieren jeweils beliebig viele Projekt-Aliasse. Jede Zeile in den Codex- und OpenCode-Bloecken unter Einstellungen -> Harnesses hat dieses Format:

Trinity = /Users/NAME/.../Trinity_Assistant
Hochschulprojekte = /Users/NAME/.../Hochschulprojekte
Erendria = /Users/NAME/.../Erendria

Ein Auftrag nennt immer beides, Tool und Alias:

Trinity, nutze Codex im Projekt Trinity und pruefe die Agententests.
Trinity, nutze OpenCode im Projekt Hochschulprojekte und starte den dortigen Workflow.
Trinity, nutze Codex im Projekt Erendria und pruefe die Kapitelstruktur.

Trinity arbeitet dann nur im jeweils freigegebenen Ordner. Es gibt keine automatische Verbindung, gemeinsame Projekt-Memory oder Dateifreigabe zwischen den Alias-Projekten. Das Standardprojekt dient nur als klarer Fallback, wenn ein Auftrag keinen Alias nennt.

Planung und Quality Gates

Nicht jede Antwort braucht einen Plan. Bildgenerierung, eine kurze Erklaerung oder ein Timer bleiben direkt. Folgende Auftraege werden als nicht-trivial behandelt und bekommen einen lokalen Job:

  • ausdrueckliche Codex- oder OpenCode-Auftraege
  • Agent-Forge-Auftraege
  • mehrschrittige Workflows mit Projekt-, Test-, Mail-, Dokument- oder Automationsbezug

Der Standardplan enthaelt:

  1. Auftrag, Projekt und Grenzen pruefen.
  2. Delegierten Agenten oder lokalen Workflow ausfuehren.
  3. Ergebnis und Tests gegen den Auftrag pruefen.
  4. Abschlussbericht, Artefakte und Auditdaten speichern.

Der Job speichert dabei nicht nur "fertig", sondern die einzelnen Schritte und ihre Quality Gates. Ein fehlgeschlagener Lauf kann danach bewusst lokal wiederholt oder in einer spaeteren Phase mit einem reproduzierbaren Eskalationspaket an Codex uebergeben werden.

BrainVault-Drafts und Freigaben

Ein von Trinity, Codex, Pi, OpenCode, Claude Code oder Antigravity entwickelter externer Fachagent gehoert ab v0.16.0 direkt nach:

Lokaler-Agenten-Werkzeugkasten/.agents/<bereich>/<agent-id>/

Mindestens erforderlich:

agent.yaml
SKILL.md
README.md

Neue Agenten werden sofort als status: draft und enabled: false im BrainVault-Katalog sichtbar. Sie werden nicht in skills/staging, skills/personal oder skills/shared dupliziert. Nach erfolgreichem Testlauf und Freigabe wird direkt in agent.yaml auf status: active und enabled: true umgestellt. Das alte Staging-/Promotion-Modell bleibt nur noch als Kompatibilitaetsmechanismus fuer Trinity-interne Skills und Altdaten erhalten.

Kind-Freigaben sind fuer mehrschrittige Aufgaben vorgesehen: Eine explizite Eltern-Freigabe kann nur konkret benannte Folgeaktionen fuer denselben Job erlauben. Eine Freigabe fuer einen Mail-Entwurf ist also keine Freigabe fuer Loeschungen, Uploads oder andere Projekte.

Agentenkatalog und Harness-Matrix

Seit v0.15.2 gibt es zwei bewusst getrennte Einstellungsbereiche:

  • Einstellungen -> Agenten: Der Katalog zeigt jeden bekannten Agenten. Dort werden Reifegrad, erlaubte Tools/Rechte, erlaubte Pfade, explizite Freigaben, maximale Wiederholungen und parallele Laeufe gepflegt. Ein noch nicht erprobter Agent kann nach echten Tests auf "erprobt" oder "stabil" gesetzt werden.
  • Einstellungen -> Harnesses: Die Matrix legt fest, welcher Ausfuehrer welchen Agenten starten darf. Trinity ist sichtbar, weil die Standard-Agenten und die Control Plane bei Trinity selbst liegen. Codex, Pi und OpenCode werden nur dort angehakt, wo sie wirklich passende Worker sind.

Externe Werkzeugkasten-Agenten, Trinity-interne Skills und vorhandene Legacy-Agenten tauchen automatisch in den Listen auf. Das verhindert Dupletten: Der Katalog verwaltet Status und Rechte, die Matrix verwaltet die technische Ausfuehrung.

Der Agentenbuilder ist als Trinity-interner Skill vorhanden. Er ist absichtlich freigabeorientiert: Er formuliert Anforderung, Plan, Quality Gates, Draft-Bau, Validierung und Release-Schritt, aktiviert produktiven Code aber erst nach einer expliziten Freigabe.

Agenten importieren, erstellen und erweitern

Der Agentenbuilder versteht drei praktische Auftragsklassen:

Trinity, baue einen neuen Agenten fuer ...
Trinity, hol Dir diesen Agenten "/vollstaendiger/Pfad/zum/Agentenordner"
Trinity, erweitere den Agenten ... um ...

Ein Import kopiert nicht blind Code in die produktive Laufzeit. Stattdessen wird unter .agents/<bereich>/<agent-id>/ im lokalen Werkzeugkasten ein Draft-Agent erzeugt:

  • agent.yaml als Quelle der Wahrheit,
  • manifest.json als Kompatibilitaetsdatei fuer bestehende Trinity-Jobs,
  • origin_snapshot/ mit relevanten Markdown-, JSON/YAML-, Python- und Konfigurationsdateien,
  • README.md und SKILL.md,
  • README_IMPORT.md als Importbericht,
  • BUILDER_PLAN.md und VALIDATION_REPORT.md fuer den sichtbaren Builder-Loop,
  • ein Platzhalter-script.py, das vor produktiver Aktivierung bremst,
  • ein Smoke-Test als Minimal-Quality-Gate.

Subagenten werden als Unterordner erkannt, wenn dort typische Marker wie README.md, agent.md, workflow.yaml oder script.py liegen. Im Agentenkatalog erscheinen diese Subagenten in der Hinweis-Spalte des importierten Hauptagenten. Erst nach echten Tests und Freigabe wird der Draft aktiv.

Der Builder-Loop arbeitet jobbasiert. Er markiert die Draft-Erstellung, lokale Quality-Gates, optionales Harness-Feedback und die Freigabevorbereitung als einzelne Schritte im Trinity-Jobmanager. Wenn Codex, Pi oder OpenCode in den Harness-Einstellungen aktiviert sind und fuer die passende Rolle freigegeben wurden, kann Trinity sie fuer Feedback oder Nacharbeit am lokalen Agentenordner aufrufen. Der Loop darf dabei nicht automatisch aktivieren; dafuer bleibt activate_skill als Freigabe notwendig.

Terminal-Kontrolle

trinity skills list
agentctl list
agentctl inspect AGENT_ID
agentctl validate AGENT_ID
agentctl catalog build
trinity jobs list
trinity jobs show JOB_ID
trinity approvals list
trinity approvals approve APPROVAL_ID

Noch offene vNext-Phasen

Die folgenden Punkte aus openpoints.md sind bewusst noch nicht als oberflaechlich unvollstaendiges System aktiviert:

  1. Tool Broker: Neue Skills sollen Dateisystem, Shell und Netz nur noch ueber kontrollierte ExecutionContext-Adapter verwenden.
  2. Agent Forge: Spezifikationsdialog, Staging-Erzeugung und automatischer Testlauf fuer neue Skills.
  3. Eskalationspakete: Nach zwei echten fehlgeschlagenen Build-/Test-Zyklen reproduzierbare Pakete fuer Codex erstellen.
  4. Artefakt-, Knowledge- und Projekt-Memory-Manager: getrennte Projektkontexte mit Hashes, Herkunft und Zugriffskontrolle.
  5. Notification Bus und Gateway API: Jobs, Freigaben und Skill-Status an ClassicUI, WebUI, iPhone und iPad liefern.
  6. Tool Broker in allen neuen Skills erzwingen und alte Skills schrittweise migrieren.

Die Reihenfolge ist absichtlich konservativ: Erst nachvollziehbare Jobs und Freigaben, dann kontrollierte Tools und erst danach automatische Agent-Erzeugung oder mobile Freigaben.