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<!DOCTYPE html>
<html lang="en">
<head>
<meta charset="UTF-8" />
<meta
name="viewport"
content="width=device-width, initial-scale=1.0"
/>
<title>Barrierefreie Texte</title>
<link
rel="stylesheet"
href="assets/css/style.css"
/>
</head>
<body>
<header>
<h1>Barrierefreie Texte</h1>
<p>
In Texten steckt viel mehr als nur Information. Sie
transportieren auch Emotionen, regen zum Nachdenken an oder die
Fantasie an. Sie unterhalten, erläutern, lehren, zeigen auf,
benennen, warnen, verbieten, erlauben ...
</p>
<p>
Lesen oder Verstehen von Texten kann durch eine Reihe von
Umständen erschwert werden. Menschen mit Sehbehinderungen können
die Buchstaben und Worte schlecht oder gar nicht erkennen.
Menschen mit Lese- und Schreibschwächen tun sich beim Entziffern
schwer. Menschen mit koginitiven Sprachbarrieren können die
Inhalte oft nicht richtig interpretieren.
</p>
<p>
Barrierefreie Texte sind für alle Menschen verständlich sind.
Sie sind so geschrieben, dass sie von möglichst vielen Menschen
gelesen und verstanden werden können.
</p>
</header>
<main>
<article>
<h2>Sprache muss man beherrschen</h2>
<p>
Sprache ist also ein mächtiges Werkzeug, kann aber auch
verwirren oder missverstanden werden. Es gibt mehr als 7 000
Sprachen auf der Welt. Jede Sprache hat ihre eigenen Regeln
und Besonderheiten. (Quelle:
<a href="https://glottolog.org/glottolog/language"
>Glottolog</a
>).
</p>
<h3>HTML-Sprachauszeichnung</h3>
<p>
HTML-technisch muss eine Sprache korrekt ausgezeichnet
sein.<code><html | p | ... lang="de-DE"></code>
Nur dann liest sie der Browser oder ein Screenreader
richtig. Auch die Silbentrennung funktioniert nur mit
korrekter Auszeichnung.
</p>
<h3>Klingonisch mit korrekter HTML-Sprachauszeichnung</h3>
<p ang="tlh">
<code><p lang="tlh"></code>nIb quvmoH chaw nuQ pIqaD
way mIQ SeHlaw tungHa' taS, ghor jatIh wanI' pab wuv qugh
ghoma' jIv. Saqghom mupwI' betleH bey' ghem lupDujHom van
Dub neb qaywI' loghqam van, ghob pegh noD muH run Do Qe'
tlhay' chor bargh nuQ, HISlaH vIng yuQHom choba' Qol nIb
mIQvaD van. SIbI' ghoma' HaD wanI' qaywI' toq roS vulqan,
tlham yIt voQ Hoqra' SIm Qaw, maj 'eb<code></p></code>
</p>
<h3>Die WCAG Kriterien für Sprache</h3>
<ul>
<li>
<b>3.1.1 Sprache der Seite (A)</b>: Die Standardsprache
einer Webseite ist im Code angegeben.
</li>
<li>
<b>3.1.2 Sprache von Teilen der Seite (AA)</b>: Wenn auf
einer Webseite Teile in einer anderen Sprache als der
Standardsprache verfasst sind, ist dies im Code
angegeben.
</li>
<li>
<b>3.1.3 Ungewöhnliche Wörter (AAA)</b>: Ungewöhnliche
Wörter oder Ausdrücke werden erklärt.
</li>
<li>
<b>3.1.4 Abkürzungen (AAA)</b>: Abkürzungen werden mim
Code ausgezeichnet und erklärt.
</li>
<li>
<b>3.1.5 Lesbarkeit (AAA)</b>: Bereitstellung einer
Sprachversion in einfacher Sprache.
</li>
</ul>
<p>
Insbesondere bei der Bedienung von Formularen ist eine klare
und verständliche Sprache wichtig. Dafür gibt es eigene
WCAG-Kriterien:
</p>
<ul>
<li>
<b>3.3.1 Fehlererkennung (A)</b>: Fehler in Formularen
werden klar und verständlich beschrieben.
</li>
<li>
<b>3.3.2 Beschriftungen oder Anweisungen (A)</b>:
Beschriftungen und Anweisungen für Formularelemente sind
klar und verständlich.
</li>
<li>
<b>3.3.3 Fehlervermeidung (AA)</b>: Korrekturvorschläge:
Wenn ein Eingabefehler automatisch erkannt wird und
Korrekturvorschläge bekannt sind, werden diese den
Nutzer:innen bereitgestellt, es sei denn, dies würde die
Sicherheit oder den Zweck des Inhalts gefährden.
</li>
<li>
<b>3.3.4 Fehlervermeidung (AA)</b>: Für Webseiten, die
rechtliche Verpflichtungen oder finanzielle
Transaktionen für den Nutzer bewirken, die von Nutzern
kontrollierbare Daten in Datenspeichersystemen ändern
oder löschen oder die Benutzer-Testantworten
übermitteln, ist mindestens eine der folgenden
Bedingungen erfüllt:
<ul>
<li>
Reversibel - Übermittlungen sind reversibel.
</li>
<li>
Geprüft - Vom Nutzer eingegebene Daten werden
auf Eingabefehler überprüft und dem Nutzer wird
die Möglichkeit zur Korrektur gegeben.
</li>
<li>
Bestätigt - Ein Mechanismus ist verfügbar, um
Informationen vor der endgültigen Übermittlung
zu überprüfen, zu bestätigen und zu korrigieren.
</li>
</ul>
</li>
</ul>
</article>
<article>
<h2>Zielgruppengerechte Texte ?</h2>
<p>
Ein Lepidopterologe spricht von Gonepteryx rhamni. Der in
Sachen Schmetterlinge normal gebildete Mensch hat keine
Ahnung, was das ist. Es ist immer wichtig, an wen sich ein
Text mit welcher Intension richtet. Un möglicherweise
versuchst Du gerade selbst zu entschlüsseln, was ein
Lepidopterologe ist. (Das Wort Schmetterlinge ist ja ein
wohlgemeinter Hinweis.)
</p>
<p>
Fachtexte an Fachpublikum dürfen ruhig präzise sein,
Fachtermini einsetzen und den Sachverhalt in voller
wissenschaftlichen Länge darstellen. Aber ein Text, der eine
Information oder Anleitung gibt, die für ein breites
Publikum bestimmt ist, muss verständlich und zugänglich
formuliert sein - in einer Sprache, die jeder verstehen
kann.
</p>
<h3>Zahlen und Fakten zur Übersicht</h3>
<p>
Jede:r achte deutschsprechende Erwachsene kann einen Text
nicht sinnentnehmend lesen und schreiben. Das entspricht
12,1 Prozent der Bevölkerung bzw. rund 6,2 Millionen
Personen. 58,4 Prozent der betroffenen Menschen sind Männer
und 41,7 Prozent sind Frauen. Rechnet man diese Zahlen –
methodisch und statistisch allerdings nicht belastbar – auf
Berlin hoch, ergibt das rund 300.000 betroffene Menschen in
der Hauptstadt. (<a
href="https://grundbildung-berlin.de/zahlen-fakten/"
>Quelle: Grundbildung Berlin</a
>)
</p>
<h3>Einfache Sprache</h3>
<p>
Das durchschnittliche Sprach- und Lesenniveau liegt bei B1.
Das bedeutet in etwas das Niveau der Mittelstufe
(Klassenstufe 7-10).
</p>
<p>
Einfache Sprache ist eine vereinfachte Form der deutschen
Sprache, die darauf abzielt, Texte für Menschen mit
kognitiven Beeinträchtigungen, Lernschwierigkeiten oder
geringen Deutschkenntnissen zugänglicher zu machen. Sie
verwendet kurze Sätze, einfache Wörter und vermeidet
komplexe Strukturen. Ziel ist es, Informationen klar und
verständlich zu vermitteln, um die Teilhabe am
gesellschaftlichen Leben zu fördern.
</p>
</article>
<article>
<h2>Textformen</h2>
<p>
Texte können in verschiedenen Formen auftreten. Sie können
zum Beispiel in Büchern, Zeitungen, Zeitschriften oder im
Internet erscheinen. Auch in E-Mails, SMS oder in sozialen
Netzwerken werden Texte in verschiedenen Formen verwendet:
</p>
<ul>
<li>Essay</li>
<li>Gedicht</li>
<li>Interview</li>
<li>Rezension</li>
<li>Roman</li>
<li>Sachbuch</li>
<li>Bericht</li>
<li>Werbung</li>
<li>Blog</li>
<li>Newsletter</li>
<li>...</li>
</ul>
<p>
Jede Textform hat ihre eigenen Merkmale und Regeln. Sie
unterscheiden sich in Aufbau, Stil und Inhalt. Manche Texte
sind informativ, andere unterhaltsam oder emotional und
verfolgen verschiedene Zwecke. Die Wahl der Textform hängt
vom Thema, der Zielgruppe und dem Zweck des Textes ab. Es
ist wichtig, die passende Textform zu wählen, um die
gewünschte Wirkung zu erzielen.
</p>
</article>
<article>
<h2>Sprachniveaus</h2>
<ul>
<li>A1 — Anfänger</li>
<li>A2 — Grundlegende Kenntnisse</li>
<li>B1 — Fortgeschrittene Sprachverwendung</li>
<li>B2 — Selbstständige Sprachverwendung</li>
<li>C1 — Fachkundige Sprachkenntnisse</li>
<li>C2 — Annähernd muttersprachliche Kenntnisse</li>
</ul>
<h3>A1 - Anfänger</h3>
<ul>
<li>Elementare Sprachanwendung</li>
<li>
Im Stande, vertraute, alltägliche Ausdrücke zu
formulieren und zu verstehen
</li>
<li>
In der Lage sich vorzustellen und Fragen an andere
Personen zu stellen
</li>
<li>
Du kannst dich verständigen und den Gesprächspartner bei
klarer Aussprache verstehen
</li>
<li>Du kannst kurze Nachrichten schreiben</li>
</ul>
<h3>A2 — Grundlegende Kenntnisse</h3>
<ul>
<li>Elementare Sprachanwendung</li>
<li>
In der Lage, häufig gebrauchte Ausdrücke, vor allem zu
den Themen: Einkaufen, Arbeit, Familie, zu gebrauchen
</li>
<li>
Du kannst dich in kurzen Redebeiträgen verständlich
machen
</li>
<li>
Du kannst selbst Fragen stellen und auf einfache
Fragestellungen eingehen.
</li>
</ul>
<h3>B1 - Fortgeschrittene Sprachverwendung</h3>
<ul>
<li>
Weitgehendes Verständnis der Hauptargumente in einem
Gespräch
</li>
<li>Selbstständige Sprachanwendung</li>
<li>
In der Lage, Situationen im Alltag zu bewältigen und
sich zu vertrauten Themen zu äußern
</li>
<li>
Du kannst Argumente niederschreiben und dazu kurze
Begründungen abgeben
</li>
</ul>
<h3>B2 - Selbstständige Sprachverwendung</h3>
<ul>
<li>Selbstständige Sprachverwendung</li>
<li>
Ein Gespräch mit Muttersprachlern ist fließend möglich
</li>
<li>Verständnis für Fachdiskussionen</li>
<li>
Du kannst einen Standpunkt annehmen und mit Vor- und
Nachteilen argumentativ verteidigen
</li>
</ul>
<h3>C1 - Fachkundige Sprachkenntnisse</h3>
<ul>
<li>Kompetente Sprachverwendung</li>
<li>
Du bist befähigt, anspruchsvolle Texte und Zusammenhänge
zu verstehen
</li>
<li>
Die Sprache im gesellschaftlichen und beruflichen Leben
kannst du flexibel gebrauchen
</li>
<li>
Du besitzt eine strukturierte Aussagekraft zu
Sachverhalten
</li>
</ul>
<h3>C2 - Annähernd muttersprachliche Kenntnisse</h3>
<ul>
<li>Kompetente Sprachverwendung</li>
<li>Kenntnisse umfassen praktisch alles</li>
<li>
Müheloses Verstehen und Ausdrücken bei komplexen
Sachverhalten
</li>
<li>
Informationen kannst du in einer zusammenhängenden
Darstellung wiedergeben
</li>
</ul>
<p>Quelle: https://www.nachhilfe-team.net/</p>
</article>
<article>
<h2>Messbarkeit von Lesbarkeit</h2>
<p>
Die Qualität von Texten kann auf verschiedene Weisen
gemessen werden. Es gibt verschiedene Methoden, um das zu
tun:
</p>
<dl>
<dt>Der Flesch-Test</dt>
<dd>
Der Flesch-Test ist eine Methode, um die Lesbarkeit von
Texten zu messen. Er wurde von Rudolf Flesch entwickelt
und basiert auf der Anzahl von Wörtern pro Satz und der
Anzahl von Silben pro Wort. Je niedriger der Wert des
Flesch-Tests, desto leichter ist der Text zu lesen und
zu verstehen.
</dd>
<dt>Der Gunning-Fog-Index</dt>
<dd>
Der Gunning-Fog-Index ist ein weiteres Verfahren zur
Messung der Lesbarkeit von Texten. Er wurde von Robert
Gunning entwickelt und berücksichtigt die Länge von
Sätzen und die Anzahl von Wörtern pro Satz. Je höher der
Wert des Gunning-Fog-Index, desto schwerer ist der Text
zu lesen und zu verstehen.
</dd>
<dt>Der LIX-Test</dt>
<dd>
Der LIX-Test ist ein drittes Verfahren zur Messung der
Lesbarkeit von Texten. Er wurde von Björnsson entwickelt
und basiert auf der Anzahl von Wörtern, der Anzahl von
langen Wörtern und der Anzahl von Sätzen. Je höher der
Wert des LIX-Tests, desto schwerer ist der Text zu lesen
und zu verstehen.
</dd>
</dl>
<samp>
<p>
Es war nicht einfach, aber sie kämpfte darum, mit der
neuen Situation gut zurechtzukommen. Vor allem die
extreme Höhe machte ihr zu schaffen. In der ersten Nacht
am Berg hatte sie kein Auge zugemacht.
</p>
<p>
Die Kälte kroch ihr in die Knochen, und der Wind
peitschte ihr ins Gesicht. Doch sie wusste, dass sie
stark genug war, um es zu schaffen. Sie hatte sich gut
vorbereitet und war fest entschlossen, den Gipfel zu
erreichen. 73 Worte, 113 Silben, 6 Sätze
</p>
</samp>
<h3>Flexindex: 77</h3>
<p>
Sätze: 6 | Wörter: 73 | Silben: 113 | Diphthonge: 15 |
Zeichen: 421<br />
Fleschindex: 70-80 - Einfacher Text
</p>
<h3>Gunning-Fog-Index: 8,154</h3>
<p>
8 - Eighth grade (middle school, 5 - bis 7 Klasse), 9 - High
school freshman
</p>
<ul>
<li>Anzahl der Satzzeichen-Punkte ist 6</li>
<li>Die Anzahl der Worte beträgt 73</li>
<li>
Die Anzahl der 3-oder-mehr-Silben-Worte ist 6
[Situation, zurechtkommen, zugemacht, vorbereitet,
entschlossen, erreichen]
</li>
</ul>
<h3>Lesbarkeitsindex (LIX): 31.34</h3>
<p>
Anzahl Wörter: 73 | Anzahl Sätze: 6 | Durchschnittliche
Satzlänge: 12.17 | Anteil lange Wörter: 19.2 % |
Komplexität: sehr niedrig (unter 40: Kinder- und
Jugendliteratur)
</p>
</article>
<!-- <article>
<h2>Die Formatierung oder Gliederung von Texten</h2>
<p>
Die Formatierung oder Gliederung von Texten ist ein
wichtiger Aspekt der Barrierefreiheit. Gut formatierte Texte
sind leichter zu lesen und zu verstehen.
</p>
<p>
Texte können aus einzelnen Wörtern, Sätzen oder ganzen
Absätzen bestehen. Sie können auch in Form von Listen oder
Tabellen strukturiert sein.
</p>
</article> -->
</main>
<script src="assets/js/scaffold.js"></script>
</body>
</html>